TCVM – Akupunktur und Akupressur beim Pferd
Das Pferd aufmerksam wahrnehmen
Die Reaktionen der Pferde auf sanfte Berührungen und gezielte Anwendungen haben mich von Anfang an fasziniert.
Ein ruhiger Blick, langsames Blinzeln, eine entspannte Unterlippe oder ein zufriedenes Kauen – manchmal sind es kleine Veränderungen, die zeigen, dass ein Pferd zur Ruhe kommt und eine Berührung angenehm empfindet.
Genauso wichtig sind für mich die Signale, mit denen ein Pferd Unbehagen oder Ablehnung ausdrückt. Sie helfen mir, meine Vorgehensweise anzupassen und seine Grenzen zu respektieren.
Diese Beobachtungen haben mein Interesse an der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin (TCVM) geweckt.
Was ist TCVM?
Die Traditionelle Chinesische Veterinärmedizin betrachtet das Tier nach einem überlieferten medizinischen Konzept, bei dem verschiedene körperliche Funktionen und Beschwerden miteinander in Beziehung gesetzt werden.
Dazu gehören unter anderem die traditionellen Vorstellungen von Yin und Yang, den fünf Wandlungsphasen und den Meridianen.
Diese Konzepte bilden die Grundlage der traditionellen Behandlungslehre. Sie sind jedoch nicht mit den anatomischen und physiologischen Erkenntnissen der modernen Veterinärmedizin gleichzusetzen.
In meiner Arbeit nutze ich verschiedene Methoden aus diesem Bereich und verbinde sie mit meinen Beobachtungen des Pferdes sowie meinen Kenntnissen über den Bewegungsapparat.
Mein Weg zur TCVM
2023 begann ich meine Ausbildung bei Tina Doxtader. Dabei beschäftigte ich mich mit den Grundlagen der TCVM, dem traditionellen Meridiansystem und den chinesischen Vorstellungen über körperliche Zusammenhänge.
Im Juni 2025 schloss ich meine praktische Ausbildung in Akupunktur ab.
Schon während meiner Tätigkeit als Hufpfleger konnte ich die neu erworbenen Kenntnisse in meine Arbeit einbeziehen und Erfahrungen mit unterschiedlichen Pferden sammeln.
Besonders wichtig ist mir dabei die individuelle Reaktion des Pferdes. Nicht jedes Pferd empfindet dieselbe Berührung als angenehm, und nicht jede Methode passt zu jeder Situation.
Akupunktur – gezielte Stimulation mit feinen Nadeln
Bei der Akupunktur werden feine Nadeln an ausgewählten Körperpunkten gesetzt.
Die Nadelstimulation kann Reaktionen des Nervensystems auslösen. Untersucht wird insbesondere ihr möglicher Einfluss auf die Schmerzverarbeitung und bestimmte körperliche Regulationsprozesse.
In der Pferdemedizin wird Akupunktur unter anderem ergänzend bei Beschwerden des Bewegungsapparates und im Rahmen des Schmerzmanagements eingesetzt.
Welche Punkte ich auswähle und wie ich vorgehe, richtet sich nach dem jeweiligen Pferd und der Situation.
Akupressur – Behandlung mit den Händen
Bei der Akupressur werden ausgewählte Körperpunkte durch gezielten Druck und Berührung stimuliert.
Im Unterschied zur Akupunktur werden dabei keine Nadeln eingesetzt.
Über meine Hände kann ich die Reaktion des Pferdes unmittelbar wahrnehmen und Druck, Dauer und Intensität der Anwendung anpassen.
Die Akupressur nutze ich im Rahmen meiner manuellen Arbeit am Pferd, beispielsweise bei muskulärer Anspannung und zur Förderung von Ruhe und Entspannung.
Moxibustion – Wärme als Bestandteil der TCVM
Die Moxibustion, kurz Moxa, ist eine traditionelle Methode, bei der ausgewählte Körperpunkte oder Körperbereiche mit Wärme behandelt werden. Dafür wird üblicherweise getrockneter Beifuß verwendet.
In der TCVM wird die Wärmeanwendung nach traditionellen Kriterien ausgewählt.
Dabei müssen die Wärmeempfindlichkeit des Pferdes, der Abstand zur Haut und die Brandgefahr besonders berücksichtigt werden.
Laserakupunktur – Akupunktur ohne Nadeln
Eine weitere Möglichkeit ist die Laserakupunktur. Hierbei werden ausgewählte Akupunkturpunkte mit dem MKW-LaserPen bestrahlt.
Da keine Nadeln eingesetzt werden, kann diese Methode eine Alternative sein, wenn ich auf einen Nadelreiz verzichten möchte.
Mehr über die verwendete Technik erfahren Sie auf meiner Seite „Lasertherapie beim Pferd“.
Vorsorge und frühzeitige Wahrnehmung
Ein Gedanke der TCVM spricht mich besonders an: Nicht erst dann aufmerksam zu werden, wenn deutliche Beschwerden auftreten.
In meiner täglichen Arbeit achte ich deshalb auch auf kleinere Veränderungen in der Bewegung, der Körperhaltung oder im Verhalten.
Nicht jede Auffälligkeit ist behandlungsbedürftig. Manche Veränderungen lassen sich zunächst beobachten, andere sollten tierärztlich abgeklärt werden.
Mir ist wichtig, das Pferd aufmerksam zu begleiten, seine Signale ernst zu nehmen und geeignete Maßnahmen individuell auszuwählen.
Osteopathie
Der ganzheitiche Ansatz im Umgang mit Pferden ist mir immer wichtiger geworden. Daher habe ich 2019 bei VETogether eine Ausbildung zum Pferde-Osteo-Therapeuten begonnen. Hauptverantwortlicher Dozent war Ralf Döringshoff. Die Ausbildung wurde im Februar 2020 erfolgreich abgeschlossen.
Die Strukturelle Osteopathie
befassst sich mit der Biomechanik und arbeitet am Bewegungsapparat. Was sich so trocken und abstrakt liest bedeutet:
Durch anschauen, fühlen und berühren werden Bewegungen des Pferdes auf Disharmonien und Verspannungen untersucht.
Unharmonische Bewegungen überanstrengen und schädigen das Pferd. Die Folge sind Schonhaltungen, die andere Körperteile weiter überlasten.
Ich lege Wert auf sanfte und schonende Behandlungstechniken um Muskeln zu entspannen, Gelenke wieder beweglicher zu machen, Bindegewebe zu lockern und vor allem ein allgemeines Wohlbefinden zu erzeugen. Dabei werden die Selbstheilungskräfte des Pferdes aktiviert.
Hauptsächlich arbeite ich mit meinen Händen. Pferde haben ein sehr feines energetisches Gespür und genießen sanfte Berührungen an den richtigen Stellen.
lokale Vibrations - Therapie
Sind ganze Muskelgruppen verspannt, setze ich auch ein Massagegerät zur lokalen Vibrationstherapie ein. Überzeugt hat mich hier das medizinische Schallwellen Massagegerät von Novafon.
Mit einer geringen Frequenz (50 Hz) können Muskeln tiefenwirksam entspannt und verhärtete Gewebestrukturen gelockert werden.
Mit einer hohen Frequenz (100 Hz) können Muskeln angeregt und Schmerzen gelindert werden. Die Wirkung wird durch wiederholte Anwendungen erheblich gesteigert.
Nach Einweisung stelle ich das Massagegerät auch gerne leihweise zur Verfügung.
Die Cranio-Sakrale-Osteopathie
geht von einem dritten Puls im Körper aus. Dieser Puls kommt aus der Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit und setzt sich über die Knochen , Faszien und äußeren Gewebe durch den ganzen Körper fort. Verspannungen, Verletzungen und Störungen körperlicher und psychischer Art schränken diesen Rhytmus ein.
Durch eine sehr sensible Tast-Technik kann dieser Rhytmus wieder harmonisiert werden. Es folgt oftmals eine tiefe Phase der Entspannung und des Wohlbefindens.
2023 durfte ich diese sanfte Methode bei Daniela Dietrich erlernen.
Laser-Frequenz-Therapie und Laser-Akupunktur
Diese Berührungen lassen sich auch energetisch verstärken durch einen medizinischen Laser.
Mit Hilfe eines Low Level Frequenzlasers lassen sich die Körperzellen stimulieren und in Resonanz versetzen. Einsatzmöglichkeiten sind Allergien, Arthrosen, Atemprobleme, Ekzeme, Entzündungen, Narbenstörungen, Sehnenverletzungen oder Wundheilung.
2020 entschied ich mich für einen LaserPen von MKW um die Heilung bei unserem Quarter Reyno an einer riesigen und tiefen Quetschwunde zu unterstützen. Die Erfolge im Einsatz waren so beeindruckend, dass ich seit 2023 zusätzlich die Laserdusche einsetze um größere Körperpartien behandeln zu können.
TCVM
- Akupressur - Nadel-Akupunktur - Moxa -
Die Reaktionen meiner Pferdekunden auf sanfte Behandlungen haben mich fasziniert und in Ihren Bann gezogen. Entspannen - blinzeln - zitternde Unterlippen - schlecken - kauen. Alles Hinweise auf das Einsetzen der Wirkung der Behandlung. In der TCVM (traditionellen chinesischen Veterinär-Medizin) wird dieses auch als de-Qi-Gefühl bezeichnet.
2023 habe ich eine Online-Ausbildung bei Tina Doxtader begonnen.
Basics, Meridiane, chinesische Sichtweisen der Ursachenforschung kennenlernen. Dadurch habe ich Lust auf ein tieferes Verständnis bekommen. Im Juni 2025 habe ich die praktische Vor-Ort-Ausbildung zum Akupunkteur abgeschlossen. Bei meinen "Hufkunden" konnte ich im Alltag schon fantastisch viele Erfahrungen sammeln und vieles anwenden. Die Pferde genießen es sichtlich und fühlen sich wohl unter meinen Händen.
Die alten chinesischen Ärzte in den Dörfern behandelten die Dorfbewohner prophylaktisch. Sie wurden entlohnt so lange der Patient gesund war. Der Behandler hatte also ein großes Interesse an einem gesunden Patienten. Unsere Medizin arbeitet andersherum. Ich finde den chinesischen Ansatz charmant. In meiner täglichen Arbeit als Hufpfleger, versuche ich genau dies umzusetzen. Hinweise auf kleine Beschwerden nachgehen und behandeln.
Erstbesuch mit Anamnese und Behandlung | 130,- € |
Behandlung (etwa 1/2 Std. Dauer) | 55,- € |
Kurzbehandlung (etwa 1/4 Std. Dauer) | 30,- € |
Benötigt Ihr Pferd deutlich mehr Zeit? - jede weitere 1/4-Stunde | 25,- € |
Leihgerät NovafonPower nach Einweisung (je Woche) | 25,- € |
Fahrkosten nach Entfernung und Fahrzeit | |
Unter Behandlung sind hier alle meine
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Die Bezahlung soll bitte passend in bar oder per EC-Karte (Keine Kreditkarten) bei der Bearbeitung erfolgen.