Über mich – Jörg Fischer
Mein Weg zur ganzheitlichen Pferdebetreuung
Pferde begleiten mich seit vielen Jahren. Was mit dem eigenen Pferd und dem Wunsch begann, seine Bedürfnisse besser zu verstehen, hat sich Schritt für Schritt zu meinem Beruf entwickelt.
Dabei hat sich auch mein Blick auf Pferde verändert. Anfangs stand die Hufgesundheit im Mittelpunkt. Mit zunehmender Erfahrung wurde mir immer deutlicher, wie eng Hufe, Bewegungsapparat, Haltung, Fütterung und das allgemeine Wohlbefinden miteinander verbunden sind.
Heute betrachte ich das Pferd als Ganzes. Nicht nur seine Anatomie, sondern auch sein Verhalten, seine Erfahrungen und seine Reaktionen auf unsere gemeinsame Arbeit gehören für mich dazu.
Von der Hufpflege zur ganzheitlichen Betrachtung
2010 begann ich, die Hufe unseres eigenen Quarter Horses unter fachlicher Anleitung selbst zu bearbeiten. Dabei entstand der Wunsch, mich intensiver mit der Anatomie, der Bewegung und der Hufgesundheit von Pferden auseinanderzusetzen.
2015 schloss ich meine Ausbildung zur Barhufbearbeitung nach Natural Hoofcare am Barhufinstitut erfolgreich ab.
Seit Juni 2016 arbeite ich hauptberuflich selbstständig in der Hufpflege.
Die tägliche Arbeit mit unterschiedlichen Pferden hat mir gezeigt, dass sich viele Beobachtungen am Huf erst dann richtig einordnen lassen, wenn man auch den übrigen Körper betrachtet.
Wie steht das Pferd? Wie bewegt es sich? Welche Muskeln werden besonders beansprucht? Wo entstehen Schonhaltungen oder Kompensationsmechanismen?
Diese Fragen haben mich dazu gebracht, mein Wissen kontinuierlich zu erweitern.
Weiterbildung als Teil meiner Arbeit
2019 -2020 absolvierte ich bei VETogether die Ausbildung zum Pferde-Osteo-Therapeuten unter der Leitung von Ralf Döringshoff. Hier erlangte ich ein tieferes Verständnis von Anatomie und Biomechanik.
Die strukturelle Osteopathie hat meinen Blick auf die Zusammenhänge zwischen Muskeln, Gelenken, Faszien und Bewegungsabläufen wesentlich erweitert.
Von 2023 bis 2025 erweiterte ich mein Wissen durch eine Ausbildung in der Traditionellen Chinesischen Veterinärmedizin (TCVM) bei Tina Doxtader. Im Juni 2025 schloss ich die praktische Akupunkturausbildung ab.
Ebenfalls 2023 erlernte ich bei Daniela Dietrich die craniosacrale Osteopathie. Ihre besonders sanfte Arbeitsweise ergänzt meine manuellen Behandlungstechniken.
Weitere Bestandteile meiner Arbeit sind die Lasertherapie, die Blutegelbehandlung sowie die Futterergänzung und Fellanalyse.
Für mich stehen diese Methoden nicht unabhängig nebeneinander. Sie eröffnen unterschiedliche Möglichkeiten, ein Pferd und seine körperlichen Zusammenhänge genauer zu betrachten und individuell zu begleiten.
Das Pferd als Partner
Ein Pferd ist für mich kein Objekt, an dem eine Behandlung durchgeführt wird.
Es ist ein Lebewesen mit eigenen Gefühlen, Bedürfnissen und einer sehr deutlichen Körpersprache. Diese wahr- und ernst zu nehmen, gehört für mich ebenso zur Arbeit wie fachliches Wissen und handwerkliches Können.
Ich beobachte, wie ein Pferd auf meine Annäherung, auf Berührungen und auf einzelne Behandlungsschritte reagiert. Manche Pferde sind sofort aufgeschlossen, andere benötigen Zeit, um Vertrauen zu entwickeln.
Ich arbeite möglichst ruhig, behutsam und ohne Druck. Dabei respektiere ich die Grenzen des Pferdes und passe meine Vorgehensweise an seine Reaktionen an.
Das bedeutet nicht, dass jede Behandlung immer angenehm ist oder jedes Pferd sofort mitarbeitet. Entscheidend ist für mich, aufmerksam zu bleiben und gemeinsam mit dem Pferd einen geeigneten Weg zu finden.
Verstehen, bevor ich handle
Jedes Pferd bringt seine eigene Geschichte mit. Alter, Haltung, Nutzung, gesundheitliche Vorgeschichte und die Erfahrungen im Umgang mit Menschen beeinflussen seinen körperlichen Zustand und sein Verhalten.
Deshalb nehme ich mir Zeit, das Pferd zu beobachten und mit seinem Besitzer zu sprechen.
Ich möchte verstehen, warum sich ein Pferd auf eine bestimmte Weise bewegt, warum es Belastungen ausweicht oder auf Berührungen empfindlich reagiert.
Nicht jede Auffälligkeit hat eine einfache Ursache und nicht jede Veränderung lässt sich mit einer einzelnen Behandlung erreichen.
Mein Anspruch
Mein Anspruch ist es, Zusammenhänge zu erkennen, meine Möglichkeiten verantwortungsvoll einzusetzen und bei Bedarf andere Fachleute einzubeziehen.
Auch nach vielen Jahren mit Pferden lerne ich immer wieder dazu. Neue Erfahrungen, Fortbildungen und vor allem die Pferde selbst erweitern meinen Blick.
Die Hufpflege bleibt ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit. Heute ist sie jedoch eingebettet in eine umfassendere Betrachtung des Pferdes.
Meine Arbeit hat sich über die Jahre verändert und weiterentwickelt. Was geblieben ist, ist die Freude an der Arbeit mit Pferden, der Respekt vor ihrer Individualität und der Anspruch, jedem Pferd mit Aufmerksamkeit, Geduld und fachlichem Wissen zu begegnen.
Jörg Fischer
Naturalhorsecare
Lange Jahre waren wir auf der Suche nach einem Stück Natur auf dem wir mit unserem Pferd zusammenleben wollten.
Viele Wünsche und Anforderungen sollten vereint werden. Lange Zeit schien es unmöglich alles zu verbinden.
Seit Anfang 2012 leben wir nun unseren Traum und können immer mehr alte kleine und große Wünsche umsetzen.
Wir freuen uns an der Natur mit ihrer Stille und wunderschönen Vielfalt. Freuen uns an den Tieren, die uns besuchen oder bei uns wohnen. Genießen viele Freiheiten des großen Platzangebotes, aber auch die Nähe zu den Annehmlichkeiten und öffentlichen Einrichtungen.
Petra und Jörg Fischer
mit Juliane
Pferde als Leidenschaft
Die richtig tiefe Pferdeleidenschaft setzte bei mir erst nach dem Kauf unseres ersten Pferdes ein. Sie hat sich dafür aber um so fester etabliert.
2010 habe ich begonnen die Hufe unseres Quarters unter Anleitung selbst zu pflegen. Erst viel später mit unserem zweiten Pferd habe ich dann selbst die professionelle Ausbildung begonnen.
2015 habe ich die Ausbildung zur Barhufbearbeitung nach Natural Hoofcare am Barhufinstitut erfolgreich abgeschlossen.
Die Arbeit mit und an den Pferden wollte ich noch mehr intensivieren. Ab Juni 2017 bin ich hauptberuflich selbständiger Hufpfleger.